Klinische Studien der Klinik für Kleintierchirurgie

Studien zum Einsatz von Fluoreszenzfarbstoffen bei Tumorpatienten

Neben den bereits etablierten Routine Einsatzmöglichkeiten führen wir an der Klinik für Kleintierchirurgie in der Abteilung für Weichteil und Onkologische Chirurgie verschiedene klinische Studien durch. Im Rahmen dieser Studien haben unsere Patienten die Gelegenheit von neuen Farbstoffen oder neuen Einsatzmöglichkeiten dieser wichtigen Technik zu profitieren.

Die Entscheidung, ob ein Tier an einer klinischen Studie teilnimmt, liegt ausschliesslich bei der Tierbesitzerin oder dem Tierbesitzer.

Laufende Studien

Aktuell können Patienten mit

in klinische Studien eingeschlossen werden.

Klinische Studie in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin des USZ/ETH:

Sie haben Fragen oder wollen sich erkundigen, ob ihr Hund oder Ihre Katze in eine dieser Studien eingeschlossen werden können?

Abgeschlossene Studien

Im Rahmen dieser Studie wurde erstmalig beim Hund der Fluoreszenzfarbstoff Angiostamp™ zur Darstellung von Sarkomen in der OP eingesetzt. Wir konnten 20 Hunde in die Studie einschliessen. Auf diesem Wege bedanken wir uns bei allen Studienteilnehmern und ihren Familien nochmals herzlich für das grosse Vertrauen!

Von 20 Hunden haben 10 den Farbstoff erhalten. Es gab keine Nebenwirkungen und in allen 10 Fällen haben wir ein gutes Signal in der Operation gesehen! Bei 50% der Hunde wurde die OP wegen diesem Signal angepasst (mehr entfernt). Bei 4 von diesen 5 Hunden wäre die OP ohne den Farbstoff nicht erfolgreich geblieben (der Tumor wäre nicht komplett entfernt worden). Fast die Hälfte der Hunde hat somit von dem Farbstoff profitiert.

20% aller Hunde hatten postoperative Komplikationen, bei drei von ihnen brauchte es deshalb eine weitere Operation. Die Komplikationsrate war unabhängig von der Verwendung des Farbstoffes. Komplikationen traten vor allem bei Hunden mit grossen Tumoren auf, bei denen eine Rekonstruktion mit Gewebeverpflanzung (Rekonstruktion) erfolgen musste.

Bei drei Hunden war die OP nicht erfolgreich (inkomplett, 1x in der Farbstoff Gruppe, 2x in der Gruppe mit Standard OPs). Bei zwei dieser drei Hunde ist der Tumor zurückgekommen, einer ist an seinem Sarkom verstorben.

Wir haben ausserdem drei weitere Hunde über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen. Einmal wegen einem neuen, anderen Tumor. Zwei Hunde starben an anderen Erkrankungen.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern und wünschen all unseren lebenden Patienten weiterhin Gesundheit und eine lange glückliche Zeit. All den Familien, die einen Hund verloren haben an dieser Stelle nochmals viel Kraft und unser tiefes Mitgefühl!

Die Studie ist abgeschlossen. Auf Basis der bemerkenswerten Ergebnisse wurde jedoch bereits eine Nachfolge Studie gestartet, bei der Hunde und Katzen mit Sarkomen teilnehmen können.

Weitere Informationen zur Nachfolgestudie

Im Rahmen dieser Studie wurde erstmalig beim Hund der Fluoreszenzfarbstoff Angiostamp™ zur Darstellung von Sarkomen in der OP eingesetzt. Wir konnten 20 Hunde in die Studie einschliessen. Auf diesem Wege bedanken wir uns bei allen Studienteilnehmern und ihren Familien nochmals herzlich für das grosse Vertrauen!

Von 20 Hunden haben 10 den Farbstoff erhalten. Es gab keine Nebenwirkungen und in allen 10 Fällen haben wir ein gutes Signal in der Operation gesehen! Bei 50% der Hunde wurde die OP wegen diesem Signal angepasst (mehr entfernt). Bei 4 von diesen 5 Hunden wäre die OP ohne den Farbstoff nicht erfolgreich geblieben (der Tumor wäre nicht komplett entfernt worden). Fast die Hälfte der Hunde hat somit von dem Farbstoff profitiert.

20% aller Hunde hatten postoperative Komplikationen, bei drei von ihnen brauchte es deshalb eine weitere Operation. Die Komplikationsrate war unabhängig von der Verwendung des Farbstoffes. Komplikationen traten vor allem bei Hunden mit grossen Tumoren auf, bei denen eine Rekonstruktion mit Gewebeverpflanzung (Rekonstruktion) erfolgen musste.

Bei drei Hunden war die OP nicht erfolgreich (inkomplett, 1x in der Farbstoff Gruppe, 2x in der Gruppe mit Standard OPs). Bei zwei dieser drei Hunde ist der Tumor zurückgekommen, einer ist an seinem Sarkom verstorben.

Wir haben ausserdem drei weitere Hunde über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen. Einmal wegen einem neuen, anderen Tumor. Zwei Hunde starben an anderen Erkrankungen.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern und wünschen all unseren lebenden Patienten weiterhin Gesundheit und eine lange glückliche Zeit. All den Familien, die einen Hund verloren haben an dieser Stelle nochmals viel Kraft und unser tiefes Mitgefühl!

Die Studie ist abgeschlossen. Auf Basis der bemerkenswerten Ergebnisse wurde jedoch bereits eine Nachfolge Studie gestartet, bei der Hunde und Katzen mit Sarkomen teilnehmen können.

Weitere Informationen zur Nachfolgestudie

Mastzelltumore stellen den häufigsten Hauttumor beim Hund dar und neuere Studien haben gezeigt, dass diese Tumore sehr häufig Ableger in den Lymphknoten bilden. Diese Ableger sind für die Behandlung ihres Tieres von Bedeutung weil:

  1. Das Ergebnis der Untersuchung der Lymphknoten die Entscheidung, wie wir Ihren Hund weiter behandeln, mitbestimmt.
  2.  Ihr Hund eine verbesserte Überlebenserwartung hat, wenn wir befallene Lymphknoten mit entfernen.

Um eine genaue Diagnose des Grades eines Lymphknotenbefalls zu bekommen, muss der entfernte Lymphknoten von einem Pathologen untersucht werden. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig zu entscheiden, welche Lymphknoten den Tumor drainieren (das sind die sogenannten Wächterlymphknoten). Meistens entfernt man hier einfach den nächstgelegenen Lymphknoten zum Tumor, aber wir wissen aus einigen Studien, dass der nächstgelegene Lymphknoten bei fast 40% der Hunde gar nicht der Wächterlymphknoten ist. Um zu erfassen, welche Lymphknoten die echten «Wächter» sind, muss man eine sogenannte Lymphografie machen.

Hierzu eignet sich am besten die Lymphoszinthigrafie. Dabei bekommt Ihr Hund in Sedation Technetium99 gespritzt, das sich dann in den Wächterlymphknoten anreichert. Mithilfe der Szinthigrafie können wir dann sehen, welche Lymphknoten bei Ihrem Hund sicher entfernt werden müssen.

Weil man für eine Szinthigrafie spezielle Geräte und Zulassungen braucht, die in den meisten Tierärztlichen Praxen nicht zur Verfügung stehen, ist diese Vorgehen bei den meisten Hunden mit Mastzelltumoren leider nicht möglich. Auch in Zürich ist dieses Verfahren erst ab Januar 2022 verfügbar.

Alternativ kann man auch den Farbstoff Indocyanin Grün in der OP nutzen, um die Lymphknoten sichtbar zu machen. Dieser Farbstoff sind unbedenklich und wird bei uns seit mehr als 3 Jahren routinemässig eingesetzt, um die Lymphknoten aufzufinden. Da diese Technik nur eine spezielle Kamera benötigt, wäre sie auch eine gute Alternative für viele Hausarztpraxen.

Bisher ist aber nicht abschliessend geklärt, ob sich diese Farbstoffe genauso gut eignen, die Wächterlymphknoten aufzufinden, wie die Szinthigrafie. Dieses Wissen ist wichtig, weil wir so ermitteln können, ob es wirklich beide Untersuchungen braucht, oder ob man gegebenenfalls alles nur mittels farbstoffbasierter Lymphografie in der OP erfassen könnte.

Unsere Forschungsprojekte werden von den folgenden Stiftungen finanziell unterstützt:

                                        

Die Wall of Fame für unsere tapferen Studienhunde

Diese Vierbeiner haben durch ihre Teilnahme an unseren klinischen Studien nicht nur die Welt der Wissenschaft auf beeindruckende Weise bereichert, sondern auch unsere Herzen im Sturm erobert.

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