Impfstudie für Katzen mit Weichteilsarkomen

Katzen |
  Weichteil- und Tumorchirurgie |
 Studienteilnahme möglich
Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2025
Weichteilsarkome sind bösartige Tumoren bei Katzen. Sie wachsen in der Haut, unter der Haut und in der Muskulatur. In einer Studie testen wir zum ersten Mal eine Impfung. Diese Impfung greift ein bestimmtes Eiweiß des Tumors an, das ADAM-12 heisst.
BFCD2B4E-F19D-4B36-AEB7-0FCEB38C4270_1_105_c

Informationen zur Studie

Weichteilsarkome wachsen oft tief in das Gewebe. Sie kommen auch nach einer Operation häufig zurück (20%). Wenn sich der Krebs ausbreitet oder die Behandlung trotz Operation und Bestrahlung nicht hilft, gibt es für Katzenhalter:innen keine weiteren Möglichkeiten.

Die Immuntherapie eröffnet neue Möglichkeiten in der Human- und Veterinärmedizin. Dabei werden die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers genutzt, um Tumorzellen gezielt zu bekämpfen. In dieser klinischen Studie testen wir zum ersten Mal eine Impfung, die auf ein bestimmtes Tumorprotein (ADAM-12) abzielt. Das Ziel ist, die Abwehrreaktion der Katze so zu stärken, dass das Tumorwachstum verlangsamt oder sogar zurückgebildet werden kann.

Mit dieser ersten Phase-0-Studie möchten wir erste Erkenntnisse zur Sicherheit und möglichen Wirkung der Impfung sammeln. Damit legen wir die Grundlage für weitere klinische Studien. Diese Studie wurde vom Veterinäramt Zürich geprüft und unter der Nummer ZH226/2024 bewilligt.

Einschlusskriterien

Eingeschlossen werden Katzen mit bestätigtem Sarkom, bei denen eine Operation oder Strahlentherapie nicht mehr möglich sind. Das ist der Fall, wenn der Tumor wiederkommt, zu gross ist oder sich ausgebreitet hat. Auch Katzen, bei denen Besitzer:innen bewusst auf weitere Behandlungen verzichten möchten, können in einer begleitenden Vergleichsgruppe teilnehmen.

Um zu beurteilen, ob Ihre Katze in der Studie eingeschlossen werden kann, benötigen wir

  • eine CT Untersuchung Ihrer Katze.
  • eine aktuelle Biopsie des Tumors.

Die Studie umfasst zwei Impfungen (an Tag null und Tag sieben). Nach jeder Impfung bleibt die Katze zwei Tage zur Beobachtung in der Klinik. Dies soll sicherstellen, dass Nebenwirkungen umgehend erfasst und behandelt werden können. Drei Wochen nach der ersten Impfung findet eine weitere CT-Untersuchung statt, bei der eine kleine Tumorprobe sowie Blut entnommen wird. Weitere Nachkontrollen mit Blutabnahmen erfolgen nach drei und neun Monaten. Zusätzlich finden klinische Untersuchungen gemäss Standardvorgehen statt.

Die Bestätigung der Sicherheit und Verträglichkeit der Impfung stehen im Vordergrund. Gleichzeitig erfassen wir mögliche Effekte auf das Tumorwachstum und die Immunantwort. Sollten schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten oder die Lebensqualität ihrer Katze durch den Tumor stark beeinträchtigt sein, wird die Behandlung sofort beendet.

Was ist das Ziel?

Wir prüfen, ob die ADAM-12-Impfung für Katzen mit Sarkomen sicher ist und ob sie das Fortschreiten der Erkrankung positiv beeinflussen kann. Wir hoffen, dass die Tumore bei geimpften Katzen kleiner werden und Metastasen zurückgehen. Erste Tests an Mäusen waren sehr erfolgreich. Ob sich diese Ergebnisse auch bei Katzen zeigen, ist im Moment jedoch noch unklar.

Kontakt

Haben Sie Fragen? Oder wollen Sie sich erkundigen, ob Ihre Katze in die Studie eingeschlossen werden kann?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme über das Kontaktformular.

Forschungsgruppenleiter:innen

Leitung Abteilung für Weichteil- und Tumorchirurgie
DECVS

Suche