Die canine Leishmaniose ist eine nahezu weltweit verbreitete, vektorübertragene Infektionskrankheit mit potenziell tödlichem Verlauf.
Wegen des Klimawandels, vermehrter Reiseaktivität und Importen breitet sich diese Krankheit immer mehr aus, auch in nördliche Gebiete. Leishmaniose hat sich zum Beispiel in Norditalien niedergelassen, sehr nah am Kanton Tessin. Noch vor 20 Jahren gab es dort keine lokalen Krankheitsfälle. Zudem werden immer mehr Hunde aus betroffenen Ländern in die Schweiz gebracht oder reisen ohne ausreichenden Schutz dorthin. Darum erhöht sich auch hier die Gefahr, dass sich die Krankheit dauerhaft ansiedelt.
Die therapeutischen Möglichkeiten bei Hunden mit Leishmaniose sind derzeit noch begrenzt. Resistenzen gegen Allopurinol als am häufigsten eingesetzter Wirkstoff wurden bereits beschrieben. Der Erreger von Leishmaniose ist nicht allein entscheidend für das Krankheitsbild. Auch die eigene Immunantwort des Hundes spielt eine grosse Rolle, weil sie das Krankheitsbild prägt. Immunmodulation beim Hund ist daher ein vielversprechender Behandlungsansatz. Dabei besteht jedoch noch erheblicher Forschungsbedarf.
Im Rahmen des LeisCH-Projekts suchen wir aktuell
Bei Studienaufnahme wird eine umfangreiche diagnostische Aufarbeitung durchgeführt, um die Erkrankung bestmöglich charakterisieren zu können. Es werden regelmässige Kontrollen während der Behandlung durchgeführt.
Auch wenn die canine Leishmaniose derzeit in der Schweiz noch nicht etabliert ist, besteht eine Gefahr der Ausbreitung. Eine regelmässige Evaluierung der aktuellen epidemiologischen Lage ist daher von grosser Bedeutung und wird im Rahmen dieser Studie in Zusammenarbeit mit Tierärztinnen und Tierärzten aus dem Kanton Tessin durchgeführt, wo das Risiko am höchsten ist. Gleichzeitig sind die Behandlungsoptionen für Hunde mit Leishmaniose begrenzt. Sowohl Resistenzen gegen das Langzeitmedikament Allopurinol als auch langfristige unerwünschte Wirkungen sind beschrieben. Daher sind neue Therapieansätze wünschenswert. Voraussetzung dafür ist ein vertieftes Verständnis der zugrunde liegenden Pathophysiologie, welches durch unsere Studie gefördert werden soll.
Wir wollen die individuelle Immunantwort bei Hunden besser verstehen – das hilft uns, neue Therapieansätze zu entwickeln. Dabei suchen wir Merkmale, die vorhersagen, ob eine Therapie bei einem Hund wirkt.
Im Rahmen der Studie wird eine umfangreiche initiale diagnostische Aufarbeitung durchgeführt, welche den aktuellen internationalen Richtlinien entspricht. Die an der Studie beteiligten Kliniker:innen legen grossen Wert auf stress- und angstfreie Methoden und sind FearFree® ausgebildet. Regelmässige Kontrollen sind geplant, um das Ansprechen auf die Behandlung zu überwachen und bei Bedarf frühzeitig Therapieanpassungen vornehmen zu können.
Haben Sie Fragen? Oder wollen Sie sich erkundigen, ob Ihr Hund in diese Studie eingeschlossen werden kann?
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Über die Ostertage arbeitet das gesamte Universitäre Tierspital Zürich im Notfallbetrieb.
Notfallbetrieb: Von Gründonnerstag, 2. April 2026, ab 15:00 Uhr bis einschliesslich Ostermontag, 6. April 2026 sind wir für Notfälle rund um die Uhr erreichbar.
Bitte melden Sie sich im Notfall vorab telefonisch an.
Regulärer Betrieb: Für Terminvereinbarungen und weitere Dienstleistungen stehen wir Ihnen wieder ab Dienstag, 7. April 2026 zur Verfügung.
Besuchszeiten Kleintierklinik:
Besuchszeiten Pferdeklinik:
Vielen Dank für Ihr Verständnis. Wir wünschen Ihnen und Ihren Tieren ein wunderschönes Osterfest!