Krebs: Vorsorge & Nachsorge

Krebs kann am besten behandelt werden, wenn er früh erkannt und richtig therapiert wird. Deshalb ist Vorsorge wichtig – auch bei Tieren. Während Krebsvorsorge beim Menschen längst etabliert ist, steckt sie in der Tiermedizin noch in den Anfängen. Das möchten wir ändern!

Actionportrait vom Team der Onko-Chirurgie in der Kleintierchirurgie des Universitären Tierspitals der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich

Wann ist Krebsvorsorge sinnvoll?

Nicht jedes Tier profitiert von denselben Vorsorgeuntersuchungen. Immer wieder werden wir auch nach Bluttests zum Nachweis von Krebs gefragt. Diese Tests sind teilweise verfügbar, können aber falsche Ergebnisse liefern. Daher empfehlen wir sie nur bei Hunden mit erhöhtem Risiko.

Grundsätzlich gilt: Jede neu auftretende Schwellung oder jeder Knoten bei Hund oder Katze sollte tierärztlich untersucht und beprobt werden (mittels Feinnadelpunktion oder Biopsie).

Vorsorgeuntersuchungen nach Rasse und Risiko

Je nach Rasse und Anzeichen können weitere gezielte Screening-Untersuchungen sinnvoll sein:

  • Bluttests zum Screening: bei Berner Sennenhunden, Flatcoated Retrievern und Rottweilern ab fünf bis sechs Jahren bei erhöhtem Risiko für Histiozytäre Sarkome, sowie Retrievern mit kleinen Milzbefunden.
  • Röntgen: bei grossen Rassen wie Rottweiler, Dogge oder Irish Wolfhound mit plötzlichen Lahmheiten ohne Trauma
  • Blasenscreening (Ultraschall/Urintest): bei Scottish Terriern mit erhöhtem Risiko für Blasenkrebs.

Nachsorge bei Krebspatienten

Da Krebs eine chronische Erkrankung sein kann, benötigen viele Hunde und Katzen nach der Therapie eine langfristige Begleitung. Regelmässige Kontrollen helfen, Rückfälle frühzeitig zu erkennen und die Lebensqualität der Tiere zu sichern.

Neue Sprechstunde ab Frühjahr 2026

Ab Frühjahr 2026 bieten wir deshalb eine zusätzliche Sprechstunde für Krebsvorsorge und -nachsorge an. Hier beraten wir individuell, welche Vorsorge- oder Nachsorgeuntersuchungen für Ihr Tier sinnvoll sind, und begleiten ehemalige Krebspatienten auf ihrem weiteren Weg.


Häufig gestellte Fragen zur Krebsvorsorge bei Hund und Katze

Typische Anzeichen für Krebs beim Hund sind tastbare Knoten, unerklärlicher Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, vergrösserte Lymphknoten oder Lahmheit. Eine sichere Diagnose ist jedoch nur durch tierärztliche Untersuchung, Bildgebung und Biopsie möglich.

Typische Anzeichen für Krebs beim Hund sind tastbare Knoten, unerklärlicher Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, vergrösserte Lymphknoten oder Lahmheit. Eine sichere Diagnose ist jedoch nur durch tierärztliche Untersuchung, Bildgebung und Biopsie möglich.

Eine allgemeine «Krebsvorsorge» für alle Hunde gibt es derzeit nicht. Bluttests können Krebs manchmal erkennen, liefern aber auch falsche Ergebnisse. Sinnvoll sind sie nur bei Hunden mit erhöhtem Risiko (wie Berner Sennenhunde oder Flat Coated Retriever, Rottweiler, Golden Retriever mit familiärer Geschichte von Krebs). Grundsätzlich gilt aber immer: Jeder Knoten oder jede Schwellung sollte immer tierärztlich untersucht und beprobt werden.

  • Berner Sennenhunde, Flat Coated Retriever (familiäre Krebsgeschichte, ab fünf Jahren, Histiozytäres Sarkom)
  • Golden- und Labrador Retriever (ab acht Jahren, Lymphome, Sarkome, besonders Hämangiosarkom)
  • Rottweiler, Doggen, Irish Wolfhounds (Risiko für Knochentumoren)
  • Scottish Terrier (erhöhtes Risiko für Blasenkrebs)

Teilweise ja, aber die Tests sind nicht für alle Hunde zuverlässig. Sie liefern manchmal falsche Ergebnisse. Entweder übersieht der Test eine Krebserkrankung (falsch negativ) oder er zeigt fälschlicherweise Krebs an (falsch positiv). Deshalb empfehlen wir die Tests nur für Hunde mit einem bekannten Risiko.

Die Kosten hängen von der Tierrasse und der Art der Untersuchung ab. Je nachdem, ob geröntgt wird, ein Bluttest oder eine Punktion notwendig ist oder ein Ultraschall gebraucht wird, variieren die Kosten. Im Tierspital liegen die Kosten normalerweise zwischen CHF 300.00 und CHF 500.00.

Krebs kommt manchmal zurück. Regelmässige Nachsorgeuntersuchungen (Kontrollröntgen, Ultraschall, Blutwerte, klinische Checks) helfen, einen Rückfall früh zu erkennen und besser zu behandeln. Ausserdem sichert die Nachsorge langfristig die Lebensqualität des Tieres.

Die wichtigsten Behandlungen sind eine Operation, die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Am Universitären Tierspital Zürich kombinieren wir diese Methoden in enger Zusammenarbeit verschiedener Fachabteilungen, um für jeden Hund die bestmögliche Therapie zu finden.

Ab Herbst 2025 bieten wir eine eigene Sprechstunde für Krebsvorsorge und Nachsorge an. Dort beraten wir individuell, welche Vorsorgeuntersuchungen für Ihr Tier sinnvoll sind und begleiten Krebspatienten nach erfolgreicher Therapie.

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