Zoe ist eine siebenjährige Mischlingshündin aus Südeuropa. Anfang 2024 wurde sie am Universitären Tierspital Zürich vorgestellt. Sie litt bereits an einer Leishmaniose-Infektion und ihr Haustierarzt hatte zusätzlich eine Nierenerkrankung diagnostiziert.
Bei der Untersuchung zeigte Zoe typische Anzeichen der Krankheit: Veränderungen an Haut, Fell und Krallen sowie eine ausgeprägte Abmagerung der Muskeln. Blut- und Urinuntersuchungen bestätigten, dass ihre Nieren stark belastet waren, denn es fand sich eine sogenannte Proteinurie (Eiweiss im Urin), die auf ernsthafte Nierenschäden hinweisen kann.
Zoe erhielt eine Kombinationstherapie gegen den Parasiten. Damit besserten sich ihr Allgemeinzustand und ihre Muskelmasse rasch, die Probleme mit den Nieren blieben jedoch bestehen. Deshalb wurde zusätzlich ein Medikament zur Unterstützung der Nierenfunktion eingesetzt. Unter engmaschiger Kontrolle konnte eine Verschlimmerung ihrer Nierenschäden verhindert werden. Heute, eineinhalb Jahre nach Beginn der Behandlung, geht es Zoe sehr gut. Sie ist voller Lebensfreude und geniesst ihr Leben. Ihr Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, bei Hunden mit Leishmaniose nicht nur die Parasiten zu bekämpfen, sondern auch die Nieren regelmässig zu kontrollieren und bei Bedarf gezielt zu behandeln. Dadurch lassen sich Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verbessern.