Zoe und die stille Gefahr: Nierenschäden durch Leishmaniose im Fokus

Neben der eigentlichen Therapie gegen Leishmaniose ist es sehr wichtig, die Nierenfunktion zu kontrollieren und bei Bedarf eine Behandlung einzuleiten. Vor allem der Nachweis von Eiweiss im Urin (Proteinurie) ist dabei von grosser Bedeutung. Wird diese rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sich die Prognose für die betroffenen Hunde deutlich verbessern. Das zeigt uns auch das Beispiel von Zoe!
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Darum gehts

  • Bei Hunden, die an Leishmaniose erkrankt sind, ist nicht nur die Behandlung der Parasiten wichtig, sondern auch eine regelmässige Kontrolle der Nierenfunktion.
  • Insbesondere der Nachweis von Eiweiss im Urin (Proteinurie) ist entscheidend, denn wird dieser rechtzeitig erkannt und behandelt, verbessert sich die Prognose deutlich.
  • Ein Beispiel ist Zoe, eine Mischlingshündin aus Südeuropa, die Anfang 2024 am Tierspital Zürich vorgestellt wurde. Neben den typischen Krankheitszeichen wies sie eine starke Nierenbelastung mit Proteinurie auf.
  • Durch eine Kombinationstherapie gegen die Parasiten und zusätzliche Nierenmedikamente konnte ihr Zustand stabilisiert werden.
  • Heute, eineinhalb Jahre später, ist Zoe gesund und lebensfroh. Ihr Fall zeigt, wie wichtig es ist, Parasiten und Nierenprobleme gleichzeitig im Blick zu behalten.

Zoe ist eine siebenjährige Mischlingshündin aus Südeuropa. Anfang 2024 wurde sie am Universitären Tierspital Zürich vorgestellt. Sie litt bereits an einer Leishmaniose-Infektion und ihr Haustierarzt hatte zusätzlich eine Nierenerkrankung diagnostiziert.

Bei der Untersuchung zeigte Zoe typische Anzeichen der Krankheit: Veränderungen an Haut, Fell und Krallen sowie eine ausgeprägte Abmagerung der Muskeln. Blut- und Urinuntersuchungen bestätigten, dass ihre Nieren stark belastet waren, denn es fand sich eine sogenannte Proteinurie (Eiweiss im Urin), die auf ernsthafte Nierenschäden hinweisen kann.

Zoe erhielt eine Kombinationstherapie gegen den Parasiten. Damit besserten sich ihr Allgemeinzustand und ihre Muskelmasse rasch, die Probleme mit den Nieren blieben jedoch bestehen. Deshalb wurde zusätzlich ein Medikament zur Unterstützung der Nierenfunktion eingesetzt. Unter engmaschiger Kontrolle konnte eine Verschlimmerung ihrer Nierenschäden verhindert werden. Heute, eineinhalb Jahre nach Beginn der Behandlung, geht es Zoe sehr gut. Sie ist voller Lebensfreude und geniesst ihr Leben. Ihr Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, bei Hunden mit Leishmaniose nicht nur die Parasiten zu bekämpfen, sondern auch die Nieren regelmässig zu kontrollieren und bei Bedarf gezielt zu behandeln. Dadurch lassen sich Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich verbessern.

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