Vor- und Nachteile

Vorteile

  • keine hormonelle Behandlung nötig
  • keine negativen Effekte auf den Reproduktionszyklus und die Fruchtbarkeit
  • im Vergleich zum ET können in einer bestimmten Zeit mehr Embryonen produziert werden
  • auch bei trächtigen Rindern (bis zum 3. Trächtigkeitsmonat) durchführbar
  • gesextes Sperma ohne Probleme einsetzbar
  • genomische Selektion und Geschlechtsbestimmung an den Embryonen möglich

Nachteile

  • invasive Methode (unter Lokalanästhesie durchgeführt)
  • Risiko, dass es nach dem OPU zu Infektionen bzw. Blutungen kommt (sehr selten)
  • aufwendig
  • im Labor produzierte Embryonen sind schlechter einfrierbar als solche, die vom ET stammen
  • geringere Trächtigkeitsrate (ca. 35%) als bei der in vivo Produktion von Embryonen (ET ca. 60%)

Ausbeute

Im Durchschnitt werden pro OPU-Sitzung ca. 6 Oozyten gewonnen. Da nur ein Teil der Eizellen erfolgreich befruchtet wir und sich daraus dann Embryonen entwickeln, erhält man pro OPU-Sitzung und anschliessendem IVP im Mittel 2 Embryonen, wobei die Unterschiede zwischen Tieren sehr gross sind. Es gibt Rinder, von denen sehr viele Embryonen beim OPU und bei der IVP produziert werden können und Rinder, von denen man nur sehr wenige Embryonen nach Anwendung dieser Verfahren erhält.

Grafik
Graphische Darstellung der Ausbeute der jeweiligen Schritte von Follikelpunktion bis zur Trächtigkeit