Huflederhautentzündung

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Die aseptischen Lederhautentzündungen zählen zu den häufigen Lahmheitsursachen beim Pferd.

Die Ursachen sind sehr vielfältig: Ein fehlerhafter Beschlag wie auch übermässige Belastung auf schlechtem Boden, Schlagen gegen Boxenwände und ähnliches können eine Huflederhautentzündung auslösen.

 

 

 

 

 

Huflederhautentzündung – Was muss ich wissen

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Die Symptome einer Huflederhautentzündung

Die Symptome sind sehr typisch, wenn auch nicht sehr spezifisch, sodass es eine sorgfältige Diagnostik benötigt, um die Diagnose stellen zu können. Die Pferde zeigen eine deutliche Lahmheit, der Huf ist etwas wärmer und die Hufuntersuchungszange löst Schmerzreaktionen aus. Die Pulsation ist meist etwas verstärkt an der unteren Gliedmasse.

 

 

 

 

 

 

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Diagnosestellung

Zur Eingrenzung der Lokalisation der Lahmheitsursache werden diagnostische Anästhesien durchgeführt, wobei meist bereits die unterste Stufe positiv ausfällt. Zum Ausschluss anderer Lahmheitsursachen wie z.B. einer Fraktur kann eine radiologische Untersuchung durchgeführt werden.

Der Tierarzt führt eine Diagnostische Anästhesie durch, um den Huf unempfindlich zu machen. 

 

 

 

 

 

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Behandlung

Zur Therapie werden Hufverbände angelegt. In den ersten Tagen werden diese mit desinfizierender Betadinelösung getränkt. Anschliessend werden dann je nach Heilungsverlauf noch trockene Hufverbände angelegt. Abhängig vom Grad der Schmerzhaftigkeit kann die Gabe von Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten erforderlich sein. Den Patienten wird zunächst Boxenruhe verordnet, bevor sie etwas Schritt auf weichem Boden geführt werden können. Meist kann das Pferd nach 7-10 Tagen wieder beschlagen werden.

 

 

 

 

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Steingallen

Eine spezielle Form der Huflederhautentzündung ist die sogenannte Steingalle. Unter Steingallen versteht man eine Quetschung der Sohlenlederhaut, die von einem Stein oder einem harten Gegenstand ausgelöst wird. Die Folge der Quetschung ist eine Blutung und Entzündung der Huflederhaut. Betroffen sind vor allem Pferde mit dünner Sohle sowie flachem Sohlengewölbe (Flachhuf). Weiter können Steingallen auch durch untergeschobene (eingerollte) Trachten entstehen. Die Erkrankung kommt meistens an den Vorderhufen vor.


Symptome sind Wendeschmerz sowie eine schmerzhafte Reaktion bei Druck mit der Hufuntersuchungszange. Die Therapie besteht aus einem korrekten Beschlag und ruhiger Bewegung auf gutem, möglichst weichem Boden. Eine Hufeinlage aus Leder oder PVC kann die empfindliche Sohlenlederhaut schützen.

 

 

 

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